Die
Bundesregierung sollte die Beschneidung nicht legalisieren, meint der
palästinensisch-israelische Diplompsychologe Ahmad Mansour im Forum.
Für viele
Jungen sei die Beschneidung "ein demütigendes Erlebnis, dessen psychische
Folgen oft Machtlosigkeit, Angst, Wehrlosigkeit und eine gestörte Männlichkeit
sind".
Alles Aspekte, die in der muslimischen Community kaum eine Beachtung
bekommen. ... Im Gegensatz dazu setzt sich die jüdische Gesellschaft seit
Jahren mit dem Thema Beschneidung öffentlich auseinander.
Die israelische
Zeitung Ha'aretz veröffentlichte eine Umfrage von 2006, wonach knapp drei
Prozent der jüdischen Eltern die Beschneidung verweigern und 16 Prozent gerne
auf den Eingriff verzichten würden, wenn der gesellschaftliche Druck nicht
wäre. Solche Debatten sucht man vergeblich in den muslimischen Gesellschaften."
Die Welt, 19.07.2012
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