Naive
Haltung rüber gerettet
Grimmen ist eine
romantische kleine Stadt in Vorpommern – mit drei Stadttoren, einem
Backstein-Rathaus, vielen kleine Häusern in engen Straßen, etc.. Durch den
zweiten Weltkrieg wurde die Stadt nicht zerstört. Einfach - deutsche
Idylle.
Im Städtischen Krankenhaus
in Grimmen-Bartmannshagen wurde ich im September 1948 geboren, im Dezember in
der protestantischen Marienkirche getauft. Ich liebte und liebe meine
Heimatstadt - sie ist mich das starke Bild von meiner deutschen Romantik.
Mein Vater war 1947 aus
russischer Kriegsgefangenschaft zurückgekommen – sein Geburtsort, die kleine
Stadt Kreuz bei Schneidemühl, war in Westpreußen verloren, nach
1945 polnisch geworden. Er fand seinen 70jährigen Vater in Grimmen, seine
Mutter war kurz nach der Flucht gestorben und in Grimmen beerdigt worden.
Meine Mutter, mit 23 Jahren
Kriegerwitwe geworden, hatte 1944 Berlin wegen der alliierten Bombardierungen
zunächst nach Westpreußen gegangen, und war 1945 im Januar nach Grimmen
evakuiert worden.
Die Not in der romantischen
Stadt Grimmen war auch in den Nachkriegsjahren groß. Meiner Mutter ging vor und
nach meiner Geburt zu den Bauern arbeiten. Viele Lebensmittel, die sie sich mit
harter körperlicher Arbeit erarbeitet hatte, waren für mich als Kleinkind
wichtige Nahrungsmittel – aber mindestens alle vier Monate wurde nach
Westberlin zu den Eltern meiner Mutter gefahren. Denn Berlin hungerte.
Ich erinnere mich an die
Jahre 1950 und später – an die Fahrten nach Westberlin. Die polizeilichen
Zug-Kontrollen durch um Berlin herum. Aber auch an die S-Bahn-Fahrten.
Kilometerlange Fahrten durch Berliner Trümmerlandschaften.
Meine kindlichen Fragen,
warum, warum das so ist - im Gegensatz zu Grimmen … diese vielen Trümmer in
Berlin ... wer hat das gemacht, zerstört - und warum? Mit wurde die lapidare
Antwort gegeben: Es war Krieg. Das ist grausam. Viele sind gestorben. Viele
wurden verletzt.
Und ich frage immer wieder:
Warum? Warum haben die Menschen das gemacht? Alle Menschen, die ich
kannte, waren keine Mörder und keiner Zerstörer. Im Gegenteil - das waren
Aufbauer, nette und freundliche Menschen. Ich habe keine bösen Menschen
getroffen, der andere verletzt oder getötet hatte.
Menschen, die so was
gemacht haben, das waren Verbrecher, böse Menschen. Aber die hab ich als Kind
nicht gekannt.
Ich sah in Grimmen und in
Berlin russische Soldaten, ich sah in Westberlin amerikanische Soldaten - auch
englische und französische Soldaten – und auch Neger, welch ein Wunder. So
schwarz. Und nett und freundlich. Und die haben sich ganz normal und
menschlich verhalten.
Mit kam nicht in den Kopf,
dass Menschen Städte bombardieren können und wollen, andere Menschen bewusst
töten wollen … bei einem Streit muss man doch andere Wege zu finden, als nur
bombardieren und töten.
Diese naive Haltung habe
ich mir rüber gerettet - in meine Erwachsenenwelt.
Die meisten aus der
Regierung und der Generäle aus dem Dritten Reich wurden in Nürnberg von den
Sieger, den Alliierten, verurteilt. Oft mit dem Todesurteil.
Das ist falsch. Und
das verurteile ich.
Gerichte in einem
demokratischen deutschen Staat hätten dieser Kriegsverbrecher anklagen und
verurteilen müssen. Und nicht mit einem Todesurteil – sondern, wenn notwendig,
mit einer lebenslangen Haftstrafe.
Nach einem solch grausamem
Krieg sollte das Todesurteil verbannt sein – als Strafe. Das wäre menschlich
und nicht mehr barbarisch …
Kriegsverbrechen wurden von
Tätern aus Deutschland gemacht - und das muss bestraft werden … aber auch
alliierte Täter haben Kriegsverbrechen gemacht: Zwei Atombomben auf japanische
Städte geworfen, sinnlose und menschenverachtende und grausame
Bombenangriffe auf deutsche Städte, etc. …
Ich als Kind - geboren in
der Nachkriegszeit:
Ich verachte die deutschen
Täter an Kriegsverbrechen, ebenso aber auch die alliierten Kriegsverbrecher.
Samstag, 30. August 2014
29. August 2012 - Widerstand
Keiner MUSSTE Widerstand leisten – weder
in der Nazi-Zeit noch in der DDR.
Das ist keine staatsbürgerliche Pflicht.
Kurt Schumacher hat keinen Widerstand
geleistet, wurde gejagt und verfolgt – und saß von 1934 bis 1944 im KZ.
Konrad Adenauer hat keinen Widerstand
geleistet, wurde gejagt und verfolgt – sondern saß fast 10 Jahre im Kloster.
Sie haben sich bei vollem Bewusstsein
entschieden, bei der NAZI-Diktatur NICHT mitzumachen – aber sie hatten auch keinen
Widerstand zu leisten - gegen das Dritte Reich. Auch nicht mit Waffen gekämpft.
Ich habe als auch keinen
Widerstand geleistet – weder in der DDR noch in der BRD. Meine Eltern
auch nicht. Sie sind in der DDR einfach "abgehauen".
Ich hatte dann die Möglichkeit:
bei der
linken RAF oder bei den Neo-Nazi-Terroristen. Aber beides sind nicht meine Richtungen.
Im Gegenteil – ich wollte gegen die neuen
kommunistischen oder nationalsozialistischen Bewegungen, wenn sie wieder an die
Macht gekommen wären, mit der Waffe bekämpfen ... das hatte ich mir
geschworen. Als Jugendlicher. Aber ich wurde nicht geprüft ...
UND – ich wollte
kein Politiker werden...
Also. Auch niemand hat Angela Merkel
gezwungen, nach 1989 Politiker zu werden. Aber ...
Merkel spielt sich aber immer auf, als
wäre sie der PRIMUS in Deutschland – sie spielt sich dazu auf, als wüsste sie
alles besser – typisch evangelische Pfarrerstochter. Das ist nicht nur sehr
unangenehm, das ist auch höchst peinlich. Und sie spielt sich als deutsche
Lehrerin für die europäischen Völker auf.
Keiner hat sie dazu gezwungen – zum
Beispiel, den Schwachsinn über Guttenberg zu sagen.
Keiner hat sie gezwungen,
den Schwachsinn über ihre Freundin Schavan zu sagen. Oder den Blödsinn über
Mappus in Baden-Württemberg. Oder die schmierigen Reden vor dem amerikanischen
Kongress. Oder der Satz über die deutsche Staatsräson in Israel. Politischer
Schwachsinn dieser Art hat noch kein deutscher Bundeskanzler gesagt.
Ich habe immer noch den Eindruck, die
Deutschen wollen jetzt mit Angela Merkel eine neue Biedermeier-Zeit beschwören
– Deutschland als fette, reiche, selbstgefällige Nation.
Mein Gott: Wir haben
die arabischen Terroristen in die USA für den 11.9. geschickt – ja, sogar
zuvor in Deutschland ausgebildet ... Wir machen diese deutsche-krude
Außenpolitik in Libyen, Syrien, Ägypten, Irak, Iran, Israel, etc.
Merkel kapiert nicht, dass in erster Linie
Politik Interessenvertretung für das Land ist ... das ist kein
pseudo-intellektuelles Kaffeekränzchen für protestantische
DDR-Pfarrers-Töchter.
Politik ist Kampf – wie bei einem
Schachspiel – auch wenn Frieden ist - und in den Staaten Demokratie herrscht.
Deshalb muss diese Frau weg. Sie und ihre Politik ist für Deutschland und
Europa eine Zumutung ...
Das Zeichen auf der Wand: Wenn sich jemand
an Merkel-Politik orientiert, der hat schon verloren - wie zum Beispiel die
Ministerpräsidenten in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, NRW,
Baden-Württemberg, Hessen, etc. oder der konservative Staatspräsident in
Frankreich ....
28. August 2012 - Geistig und köperlich
Seltsame Erfahrungen habe ich gemacht
„Die (schöne) Welt
als (mein) Wille und (meine) Vorstellung“ fand nur in meinem Kopf statt, in meinen
Gedanken.
Siehe: mein Gedanke, ich könnte als 20-Jähringer ein kluger Jesuit
werden - und ein katholischer Priester werden – ohne fleischige „Sünde“.
Aber
- ich wurde nur schnöder und manchmal schöner und mäßig kluger SPD’ler und Jungsozialist - als 18, 19, 20 Jahren.
Meine “Gedanken” haben damals locker und
leicht beieinander gewohnt, doch hart haben sich meine “Sachen” im Raume
gestoßen. Das war eine sehr deutliche und klare Erkenntnis.
Wie diese etwa auch – aus dem Literaturunterricht: Die gleißende und helle und richtige Wahrheit ist
ein Privileg für die Götter (Lessing). Der Mensch wird in der reinen
Wahrheit der Götter schnell verbrennen.
Der Mensch hat in seiner Hilflosigkeit nun die Möglichkeit, sich der irdischen Wahrheit langsam und vorsichtig anzunähern – und er wird diese
Wahrheit aber nie erreichen.
So ist es auch mit der „Liebe“ - ob geistig und
körperlich.
Was sich im ersten Moment
als flammende Liebe erscheint, das ist oft nur ein Strohfeuer. Ja – es kann
sich sogar als das Gegenteil herausstellen.
Und es kommt dann sehr schnell der Augenblick, wo die Figur, das
Lächeln, die Haare, die Haut, die Augen, die Beine , die Hüften – alles , was
zuvor leuchtete und schön schien – alles das ist nur noch ist hässlich
und übel und verachtenswert.
Wie heißt es bei einer
Büchner-Großmutter-Geschichte so schön – der Mensch ist halt ein „arm
Kind“:
„Es war einmal ein arm Kind und hat kein
Vater und keine Mutter, war alles tot und war niemand mehr auf
der Welt. Alles tot, und es ist hingegangen und hat gesucht Tag und Nacht. Un weil auf der Erde
niemand mehr war, wollt`s in Himmel gehen, und der Mond guckt es so freundlich
an; und wie es endlich zum Mond kam, war`s ein Stück faul Holz. Und da es zur Sonn
gangen, und wie es zur Sonn kam wars ein verwelkt Sonneblum. Und wies zu den
Sternen kan warens kleine goldne Mücken, die waren angesteckt wie der Neuntöter
sie auf die Schlehen steckt. Und wies wieder auf die Erde wollte, war die Erde
ein umgstürtzer Hafen. Und war ganz allein, und da hat sichs hingesetzt und
geweint, und da sitzt es noch und ist ganz allein.“
Das ist deutscher “Nihilismus” pur – aber
so ist der Lebenslauf halt; wenn nicht die Hoffnung wäre.
Es kommt bei vielen
Menschen der Punkt, in dem die Sehnsucht stark wird, sich auszuruhen: Vom
harten Leben auf Erden, vom Siegen/Verlieren, von Gut und Böse ...
Und diese
ewige Sache mit der Liebe ist sehr, sehr fraglich:
- dient sie nur der Fortpflanzung?
- und wenn sich ein Liebender nicht in
seiner Liebe zu einem Geliebten machen kann, ist dann seine Liebe für ihn nicht
nur ein großes Unglück?
Fragen, bei denen viele sehr gern
wegducken... ist ja auch bequemer. In der gemütlichen Wärme der Lüge lässt es
sich besser und bequemer leben ... siehe die schönen Diktaturen in Deutschland.
Donnerstag, 28. August 2014
27. August 2012 - Lauter reden
Ganz unsozialdemokratisch
Wir sind alle lieb, nett, gerecht und voll gutem Willen. Sozis - eben. Oder
besser: Die Sozialdemokratisierung hat nahezu alle Gesellschaftsschichten
erreicht - Unternehmer, Manager, Arbeitnehmer, Adel, Parteien, Kirchen, etc.
Wer seine Augen offen hält, seine Ohren gespitzt, und wer seinen Mund nicht nur
zum Fressen und Saufen benutzt, der beobachtet und spürt das in unserer
bundesrepublikanischen Gesellschaft täglich.Wie damals - so auch heute.
Der Schriftsteller Joseph Roth schrieb 1925 aus Marseille an Bernard von Brentano und Benno Reifenberg treffend:
Morgen beginnt hier der Sozialistenkongreß ... Mit Schillerkragen! Mit Aktentaschen! Mit Regenschirmen! Mit dicken Frauen auf Plattfüßen! Sie gehn ohne Hüte! Sie schwitzen. Sie stinken. Sie trinken Bier. Sie reden lauter als die vielen Orientalen ... Alle Sozialdemokraten sehen deutsch aus. Sogar die litauischen. Denn in Deutschland ist der Typus zu Hause: redlich, fleißig, biertrinkend, die Ordnung der Welt verbessernd. Ein Demokrat und sozial.
,Gerecht!' Hoffnung auf Evolution. Alles deutsch. Der Sehnsucht der deutschen Frau, auf Schuhen ohne Absätze durch ein Leben voller Tätigkeit zu marschieren, kommt der Sozialismus entgegen ... Fortwährend dampfend vor Tätigkeit, Geschwätz, Fortsetzung der Konferenzen am Abend im Café durch Gruppenbildung und lange Tische, Schrecken der Kellner...
Bemerkung nebenbei: Zwischendurch wechselten viele deutsche SPD-Ortsvereine und schlichte Genossen mit flatternden Fahnen zur NSDAP über - um nach 1945 die eigenen Geschichten auszuradieren. Kurt Schumacher, der KZ-Häftling, hat das erkannt ... er musste die neue Sozialdemokratie mit einem Volk aufbauen, das nach Hitler süchtig war - mehr als nur besoffen.
Eben - ohne die vielen "kleinen Hitlers" in allen Gesellschaftsschichten - nicht nur in deutschen Provinzen ("redlich, fleißig, biertrinkend, die Ordnung der Welt verbessernd") - hätte der deutsche Führer Berlin nicht "dampfend vor Tätigkeit" regieren können.
Wie rief Bert Brecht ironisch nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 den SED-Welt-Verbesserern zu:
„Wenn die Regierung der Meinung ist, das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt, so soll sie doch das Volk auflösen und ein neues wählen.“
Ging nicht - das haben selbst die Kommunisten kapiert - bis das ostdeutsche Volk die Nase voll hatte - von zwei deutschen Diktaturen hintereinander - und jagte die kommunistischen Bonzen mit Demonstrationen 1990 in die Wüste. Ganz unsozialdemokratisch. Und ganz undeutsch. Na bitte. Es geht doch.
Und nu? Angela Merkel ist eigentlich die typische Sozi-Frau ("Mit dicken Frauen auf Plattfüßen!") - und "dampfend vor Tätigkeit". Die hatte sich 1989/1990 nur in der Tür geirrt. Aber FDJ-Angie kriegt die Union noch hin, in eine anständige SPD ... und dann regieren wieder die sozialdemokratische CDU mit der SPD zusammen ... und Angie kennt keine Parteien mehr, nur noch sich und den sozialistischen Protestantismus.
Auch das geht. In Deutschland.
Der Schriftsteller Joseph Roth schrieb 1925 aus Marseille an Bernard von Brentano und Benno Reifenberg treffend:
Morgen beginnt hier der Sozialistenkongreß ... Mit Schillerkragen! Mit Aktentaschen! Mit Regenschirmen! Mit dicken Frauen auf Plattfüßen! Sie gehn ohne Hüte! Sie schwitzen. Sie stinken. Sie trinken Bier. Sie reden lauter als die vielen Orientalen ... Alle Sozialdemokraten sehen deutsch aus. Sogar die litauischen. Denn in Deutschland ist der Typus zu Hause: redlich, fleißig, biertrinkend, die Ordnung der Welt verbessernd. Ein Demokrat und sozial.
,Gerecht!' Hoffnung auf Evolution. Alles deutsch. Der Sehnsucht der deutschen Frau, auf Schuhen ohne Absätze durch ein Leben voller Tätigkeit zu marschieren, kommt der Sozialismus entgegen ... Fortwährend dampfend vor Tätigkeit, Geschwätz, Fortsetzung der Konferenzen am Abend im Café durch Gruppenbildung und lange Tische, Schrecken der Kellner...
Bemerkung nebenbei: Zwischendurch wechselten viele deutsche SPD-Ortsvereine und schlichte Genossen mit flatternden Fahnen zur NSDAP über - um nach 1945 die eigenen Geschichten auszuradieren. Kurt Schumacher, der KZ-Häftling, hat das erkannt ... er musste die neue Sozialdemokratie mit einem Volk aufbauen, das nach Hitler süchtig war - mehr als nur besoffen.
Eben - ohne die vielen "kleinen Hitlers" in allen Gesellschaftsschichten - nicht nur in deutschen Provinzen ("redlich, fleißig, biertrinkend, die Ordnung der Welt verbessernd") - hätte der deutsche Führer Berlin nicht "dampfend vor Tätigkeit" regieren können.
Wie rief Bert Brecht ironisch nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 den SED-Welt-Verbesserern zu:
„Wenn die Regierung der Meinung ist, das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt, so soll sie doch das Volk auflösen und ein neues wählen.“
Ging nicht - das haben selbst die Kommunisten kapiert - bis das ostdeutsche Volk die Nase voll hatte - von zwei deutschen Diktaturen hintereinander - und jagte die kommunistischen Bonzen mit Demonstrationen 1990 in die Wüste. Ganz unsozialdemokratisch. Und ganz undeutsch. Na bitte. Es geht doch.
Und nu? Angela Merkel ist eigentlich die typische Sozi-Frau ("Mit dicken Frauen auf Plattfüßen!") - und "dampfend vor Tätigkeit". Die hatte sich 1989/1990 nur in der Tür geirrt. Aber FDJ-Angie kriegt die Union noch hin, in eine anständige SPD ... und dann regieren wieder die sozialdemokratische CDU mit der SPD zusammen ... und Angie kennt keine Parteien mehr, nur noch sich und den sozialistischen Protestantismus.
Auch das geht. In Deutschland.
24. August 2012 - Zeigefinger
Alles das, was Harry (Windsor) in
seinen jungen Jahren schon so getrieben hat, das alles habe ich als junger Mann
auch gemacht ... nur mit dem Unterschied, es wurde in der Zeitung nicht darüber
berichtet (Gott sei Dank) ... nur meine Bekannten, Freunde, etc. fanden das
entweder gut, toll oder völlig idiotisch ... unangenehm finde ich nur, dass
diese heuchlerische Boulevard-Presse mit ihrem moralinsauren Zeigefinger vor
meinem Gesicht wild herumfuchtelt ...
Er stinkt - dieser Presse-Finger.
Er stinkt - dieser Presse-Finger.
03. August 2012 - Gottes Plan
Na bitte -
radikale Christen / siehe auch: radikale Muslime
"Der Ku-Klux-Klan sieht sich selbst als eine radikal protestantische Organisation. Von den frühen 1900er Jahren durch die 1940er hinweg sahen hunderttausende fundamentalistischer Protestanten (vor allem aus dem Mittleren Westen, aber mit der Zeit auch wieder aus dem Süden) den KKK als Teil ihres Glaubens. Millionen weitere sahen die Methoden des KKK zwar als tadelnswert und extrem an, erkannten die Mitglieder aber trotzdem als vollwertige Christen an und stimmten mit der Meinung des Klans überein, dass weiße Protestanten von Geburt an anderen Gruppen überlegen seien. Zu dieser Zeit wurde die Unterdrückung von Schwarzen, Juden und Katholiken von vielen als Teil von „Gottes Plan“ gesehen."
"Der Ku-Klux-Klan sieht sich selbst als eine radikal protestantische Organisation. Von den frühen 1900er Jahren durch die 1940er hinweg sahen hunderttausende fundamentalistischer Protestanten (vor allem aus dem Mittleren Westen, aber mit der Zeit auch wieder aus dem Süden) den KKK als Teil ihres Glaubens. Millionen weitere sahen die Methoden des KKK zwar als tadelnswert und extrem an, erkannten die Mitglieder aber trotzdem als vollwertige Christen an und stimmten mit der Meinung des Klans überein, dass weiße Protestanten von Geburt an anderen Gruppen überlegen seien. Zu dieser Zeit wurde die Unterdrückung von Schwarzen, Juden und Katholiken von vielen als Teil von „Gottes Plan“ gesehen."
27. Juli 2012 - Beschneidung
Die
Bundesregierung sollte die Beschneidung nicht legalisieren, meint der
palästinensisch-israelische Diplompsychologe Ahmad Mansour im Forum.
Für viele
Jungen sei die Beschneidung "ein demütigendes Erlebnis, dessen psychische
Folgen oft Machtlosigkeit, Angst, Wehrlosigkeit und eine gestörte Männlichkeit
sind".
Alles Aspekte, die in der muslimischen Community kaum eine Beachtung
bekommen. ... Im Gegensatz dazu setzt sich die jüdische Gesellschaft seit
Jahren mit dem Thema Beschneidung öffentlich auseinander.
Die israelische
Zeitung Ha'aretz veröffentlichte eine Umfrage von 2006, wonach knapp drei
Prozent der jüdischen Eltern die Beschneidung verweigern und 16 Prozent gerne
auf den Eingriff verzichten würden, wenn der gesellschaftliche Druck nicht
wäre. Solche Debatten sucht man vergeblich in den muslimischen Gesellschaften."
Die Welt, 19.07.2012
25. Juli 2012 - Gehöhnt
In der Union rätseln ihre
Parteifreunde, woher Angela Merkel ihre politischen Aufträge bekommt – Aufträge
mit dem Ziel, die Union in das babylonische Exil zu führen.
Naja. Ganz einfach.
FDJ-Angie ist die letzte Rache von DDR-Erich-Honecker an der alten
Bundesrepublik und an ihrer christlichen Parteien.
Und in der Opposition wird
laut gehöhnt:
Wenn Angie Merkel einen Politiker unterstützt, dann wird er
garantiert verlieren ... Na bitte.
05. Juli 2012 - Positionen
Eine schmerzhafte und belastende Operation
Von Georg Ehrmann
Die Beschneidung ist ein Akt der Körperverletzung und gehört verboten.
Die Debatte um die religiös motivierte Beschneidung von Jungen spitzt sich zu. Religionskritiker nutzen das jüngste Urteil zu einer Generalabrechnung mit den Religionen und begrüßen dieses Urteil. Dessen Gegner wiederum finden immer schärfere Worte der Ablehnung. Es gebe weder einen Verhandlungsspielraum noch Platz für Kompromisse, heißt es. Das Urteil kriminalisiert aus ihrer Sicht eine Praxis, die schon immer als Recht und gute Tradition wahrgenommen wurde – ein Angriff auf die bisherige Religionsausübung. Die Entfernung der Vorhaut ohne entsprechende Indikation ist aus medizinischer Sicht eine sehr belastende und irreversible Operation.
Es existieren zahlreiche Studien zu diesem Thema, die keine Evidenz für eine Gesundheitsdienlichkeit als mögliche Rechtfertigung dieses Eingriffs zeigen konnten. Die Zirkumzision ist eine schmerzhafte Operation, die wie jeder andere chirurgische Eingriff mit Risiken behaftet ist. Der Fall, der dem Kölner Urteil zugrunde lag, zeigt dies deutlich, denn der Junge kam wegen starker Nachblutungen in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Das Kölner Landgericht als Berufungsgericht hat die Beschneidung zweifelsfrei als Körperverletzung qualifiziert, dies hat auch die erste Instanz getan.
Dass eine Beschneidung die für den Tatbestand einer Körperverletzung erforderliche sogenannte Substanzverletzung des kindlichen Körpers darstellt, darüber besteht zumindest unter Juristen Einigkeit. Das Gericht hat in Korrektur der bisherigen Rechtsprechung jedoch den Eltern keinen strafbefreienden Rechtfertigungsgrund für diese Körperverletzung wegen einer religiösen Tradition zugebilligt. Mit dieser Einschätzung bewegt sich das Gericht zum einen auf dem Boden des Grundgesetzes: Die Bestimmungen des Art. 2, die die körperliche Unversehrtheit der Kinder gewährleisten, sowie die des Art. 6, die dem Staat das Wächteramt über die elterliche Erziehung zubilligen, kommen hier zur Anwendung.
Daneben hat Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert, die in Artikel 24 dazu verpflichtet, dass alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen getroffen werden, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen. Wenn die Kritiker nun eine unzumutbare Einschränkung der Religionsfreiheit monieren, dann geht schon die Begrifflichkeit fehl, denn es handelt sich um die Einschränkung einer durch die Tradition begründeten Ausübung ihrer Religion zulasten ihrer Kinder.
Die Eltern entscheiden sich unter Berufung auf ihre Religion für eine irreversible Körperverletzung ihres Kindes, das nicht in der Lage ist, eigenverantwortlich und selbstbestimmt darüber zu entscheiden, ob es in diese gravierende lebenslange Einschränkung wegen der Religionszugehörigkeit seiner Eltern einwilligt. Konsequent angewandt, würde diese Argumentation dazu führen, auch andere Formen der Körperverletzung von Kindern zuzulassen. Statt von Kompromisslosigkeit und „keinem Verhandlungsspielraum“ zu sprechen, bedarf es nun seitens der Vertreter von Muslimverbänden und Judentum in Deutschland der Wahrnehmung ihrer besonderen Verantwortung: Es gilt zu vermeiden, dass Eltern, in dem Gefühl, ihre Religionsausübung gäbe ihnen das Recht dazu, nun zu Laien oder Scharlatanen getrieben werden und dadurch die Risiken von Nebenwirkungen für die Jungen erheblich steigen.
Es geht nun darum, verbal abzurüsten und nicht in eine integrationsfeindliche oder gar antisemitische Debatte abzugleiten. Im Interesse der Kinder bedarf es eines Dialoges mit Medizinern sowie Fachleuten aus der Jugendhilfe und des Kinderschutzes, um ein Umdenken und einen Mentalitätswandel einzuleiten. Das Recht von Kindern auf eine unbeschadete Kindheit sollte als Grundkonsens über allen Religionsgemeinschaften und Wertvorstellungen stehen. Die Verschiebung der Beschneidung in das Erwachsenenalter könnte ein Weg dahin sein.
Von Georg Ehrmann
Die Beschneidung ist ein Akt der Körperverletzung und gehört verboten.
Die Debatte um die religiös motivierte Beschneidung von Jungen spitzt sich zu. Religionskritiker nutzen das jüngste Urteil zu einer Generalabrechnung mit den Religionen und begrüßen dieses Urteil. Dessen Gegner wiederum finden immer schärfere Worte der Ablehnung. Es gebe weder einen Verhandlungsspielraum noch Platz für Kompromisse, heißt es. Das Urteil kriminalisiert aus ihrer Sicht eine Praxis, die schon immer als Recht und gute Tradition wahrgenommen wurde – ein Angriff auf die bisherige Religionsausübung. Die Entfernung der Vorhaut ohne entsprechende Indikation ist aus medizinischer Sicht eine sehr belastende und irreversible Operation.
Es existieren zahlreiche Studien zu diesem Thema, die keine Evidenz für eine Gesundheitsdienlichkeit als mögliche Rechtfertigung dieses Eingriffs zeigen konnten. Die Zirkumzision ist eine schmerzhafte Operation, die wie jeder andere chirurgische Eingriff mit Risiken behaftet ist. Der Fall, der dem Kölner Urteil zugrunde lag, zeigt dies deutlich, denn der Junge kam wegen starker Nachblutungen in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Das Kölner Landgericht als Berufungsgericht hat die Beschneidung zweifelsfrei als Körperverletzung qualifiziert, dies hat auch die erste Instanz getan.
Dass eine Beschneidung die für den Tatbestand einer Körperverletzung erforderliche sogenannte Substanzverletzung des kindlichen Körpers darstellt, darüber besteht zumindest unter Juristen Einigkeit. Das Gericht hat in Korrektur der bisherigen Rechtsprechung jedoch den Eltern keinen strafbefreienden Rechtfertigungsgrund für diese Körperverletzung wegen einer religiösen Tradition zugebilligt. Mit dieser Einschätzung bewegt sich das Gericht zum einen auf dem Boden des Grundgesetzes: Die Bestimmungen des Art. 2, die die körperliche Unversehrtheit der Kinder gewährleisten, sowie die des Art. 6, die dem Staat das Wächteramt über die elterliche Erziehung zubilligen, kommen hier zur Anwendung.
Daneben hat Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert, die in Artikel 24 dazu verpflichtet, dass alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen getroffen werden, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen. Wenn die Kritiker nun eine unzumutbare Einschränkung der Religionsfreiheit monieren, dann geht schon die Begrifflichkeit fehl, denn es handelt sich um die Einschränkung einer durch die Tradition begründeten Ausübung ihrer Religion zulasten ihrer Kinder.
Die Eltern entscheiden sich unter Berufung auf ihre Religion für eine irreversible Körperverletzung ihres Kindes, das nicht in der Lage ist, eigenverantwortlich und selbstbestimmt darüber zu entscheiden, ob es in diese gravierende lebenslange Einschränkung wegen der Religionszugehörigkeit seiner Eltern einwilligt. Konsequent angewandt, würde diese Argumentation dazu führen, auch andere Formen der Körperverletzung von Kindern zuzulassen. Statt von Kompromisslosigkeit und „keinem Verhandlungsspielraum“ zu sprechen, bedarf es nun seitens der Vertreter von Muslimverbänden und Judentum in Deutschland der Wahrnehmung ihrer besonderen Verantwortung: Es gilt zu vermeiden, dass Eltern, in dem Gefühl, ihre Religionsausübung gäbe ihnen das Recht dazu, nun zu Laien oder Scharlatanen getrieben werden und dadurch die Risiken von Nebenwirkungen für die Jungen erheblich steigen.
Es geht nun darum, verbal abzurüsten und nicht in eine integrationsfeindliche oder gar antisemitische Debatte abzugleiten. Im Interesse der Kinder bedarf es eines Dialoges mit Medizinern sowie Fachleuten aus der Jugendhilfe und des Kinderschutzes, um ein Umdenken und einen Mentalitätswandel einzuleiten. Das Recht von Kindern auf eine unbeschadete Kindheit sollte als Grundkonsens über allen Religionsgemeinschaften und Wertvorstellungen stehen. Die Verschiebung der Beschneidung in das Erwachsenenalter könnte ein Weg dahin sein.
DER
TAGESSPIEGEL, 05.07.2012
21. Mai 2012 - Schweigen
Deutsche Politiker als Gesinnungspolizisten - wie einst bei den nazis oder den Kommunisten..
Nach dem Motto: Das dürfen wir uns einfach nicht mehr
bieten lassen.
Weder von ARD oder ...
Deshalb eine neue oder alte
Politiker-Logik k (con CDU zu Linken):
"Ab in den Osten" mit diesem Sarrazin - oder ab mit dem S. ins
Gefängnis ... oder gar ab ins KZ (aber ne, das hatten wir ja schon - in andere
Zeiten in Deutschland) ...
Dann wäre es für unsere "Gesinnungspolizisten", unsere Politiker
doch besser:
Einfach SCHWEIGEN - das ist klüger... einfach Maul mal halten.
17. April 2012 - Schuldig
Die
Nazi-Verbrecher und -Mörder, die nach 1945 in Nürnberg vor dem Gericht
standen, waren nicht "verrückt", sondern schuldig.
So bestimmten die Alliierten.
Ebenso wie
die kommunistischen Dikatoren und Verbrecher.
Die muslimischen Terroristen, die
mit ihren blutigen Taten (vor allem gegen Muslime) ihrem Islam retten wollen,
sind auch nicht "verrückt", sondern Verbrecher und Mörder.
Ebenso wie
die RAF-, NSU-Mörder oder wie Anders Breivik ...
Anklage, Prozeß, Urteil - wir
leben ja im Rechtsstaat ... genau Zuhören und nicht Wegschauen ist angesagt. Nicht wie die Deutschen nach 1945 ... und ein gerechtes Urteil fällen.
Mir wäre es lieber gewesen, die Nazis, die sich schuldig gemacht hatten, sollten vor deutschen Gerichten stehen.
29. März 2012 - Gerettet
Helfer in der Not
Der Staat als
Helfer in der Not: 1999 war Kanzler Gerhard Schröder (SPD) in dieser Funktion
aktiv.
Er wollte das Bauunternehmen Holzmann retten - und warf das Steuergeld
zum Fenster raus.
Gerettet hatte er nichts.
Siehe Opel: Der Staat als Helfer in
der Not?
Gott sei Dank – dank FDP: NEIN. Und jetzt?
Vergehen - aufgehen
Ich hatte mit der evangelischen Kirche (in
Vorpommern oder in Württemberg), in die ich seit meinem 5. Lebensjahr bis zum
18. Lebensjahr sonntäglich besuchte, in Künzelsau Jugendarbeit, etc. gemacht
habe, vom Theater-AG bis hin zum Besuch des evangelischen Kirchentags 1969 in Stuttgart, ein
NICHT-Verhältnis.
Was ich immer gelernt hatte – in dieser
Kirche – das war kalt, ohne Herz und gnadenlos. Ich wollte die endgültige
Scheidung von dieser „Kirche“, die für mich nur eine mörderische Sekte war. So
wie ich die Scheidung meiner Eltern wollte, weil sie sich auseinandergelegt
hatten. Aber bei den Eltern bin ich gescheitert bin gescheitert. Sie wollten in
der lüge leben. Aus Angst vor dem Leben? Meine Mutter sagte mir – JA.
Ich war glücklich, dass ich raus war – aus
der hässlichen, bösen und grausamen evangelischen Kirche / siehe auch die
evangelische Reichskirche unter dem
sogenanntem Reichsbischof Müller.
Atheist war ich nicht.
Aber katholisch? Das traute ich mich – ich
allein nicht. Wenn mich jemand an die Hand genommen, vielleicht... Jesuit
wollte ich werden. Das hat mir sehr imponiert. Ich ließ mir viele Broschüren von
der Katholischen Kirche zuschicken.
Ich fühlte, ich bin dem nicht ganz gewachsen
– mit meiner wilden Sexualität, mit meiner dürftigen Intellektualität. Und
unehrlich wollte ich nicht sein ... ich wollte sagen, was ich denke. Und das
sollte wahr sein.
In der Spießer-SPD-Politik ging das nicht
richtig, und später im Journalismus auch nicht, höchstens bei der
SDR-Theaterkritik ... jetzt, mit fast 64 Jahren - ist es viel zu spät.
Wenn ich mich herumschaue ... bei den vielen Gesprächen ist mir nach
wenigen Sätzen klar, dass Leute mit
ihren Lebenslügen nicht ertig werden. Auch im Alter nicht ... selbst nicht mal kurz vor dem Tod.
OK – das haben kluge Leute - wie zum Beispiel die von Brauchitsch’s oder
der Gunter Sachs – auch nicht gekonnt –
aber sie haben die notwendige Konsequenz gezogen.
Das bereit ich im Kopf vor. Falls es mal
notwendig wäre.
Für mich gibt es keinen wunderbaren HIMMEL,
auch eine grauenvolle HÖLLE - oder einen anderen Schwachsinn.
Mein Paradies ist ein wunderbarer NICHTS,
in das wir eintauchen, wenn wir einschlafen, tot sind – das ist mein Himmel. Der
Schlaf, der kleine Bruder des Todes.
Das ist ein göttliches Versprechen –
voller Gnade und Barmherzigkeit. Das wunderbare Nichts. Der Glaube und Gott sind nur etwas für Lebende – ein Stern, ein
Hinweis zum richtigen und guten Leben.
De Tod ist das Ende des Lebens.
Komischerweise haben die meisten Menschen Angst davor – vor diesem alles
erlösende NICHTS.
Deshalb habe ich meine beiden Eltern
verbrennen lassen - und ich will auch verbrannt werden. Und meine Asche soll
ins Meer oder auf einem Weinberg in Heilbronn verstreut werden.
Ich will vergehen ... aufgehen. Das mit
dem Verstreuen ist juristisch schwierig ... aber es muss gehen.
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